Kalkweiße Körperverlängerungen, knallrosa Riesenwürste, auf knöchrigen Beinen balancierende Möbel: Franz Wests Skulpturen geben Neurosen und Entspannungszuständen eine Form. Den Anfang bilden in den 1970er-Jahren die „Passstücke“ – Fantasieprothesen aus Pappmaché und Gips, die man herumtragen, sich vors Gesicht halten oder an den Körper legen kann. Bald kommen spillrige Lampen, Stühle und Sofas hinzu: Angebote für Erholung und Austausch, denen in den Neunzigern heitere Außenskulpturen folgen, die aussehen wie farbenfrohe Exkremente oder bunt bandagierte Köpfe. Sie werden zu beliebten Hang-outs, so wie alles bei Franz West dem Gebrauch und der Geselligkeit dient.